Worauf kommt es beim Bremsen an?
Nur möglichst kurze Bremswege garantieren optimale Sicherheit. Die Hauptrolle übernehmen hier die Reifen.
In der Autoindustrie gibt es einen alten Grundsatz, der lautet: Wer Bremsen misst, misst Reifen. Was nichts anderes bedeutet, als dass den runden Schwarzen die Schlüsselrolle zukommt, wenn es um möglichst kurze Bremswege geht. Das sieht man auch an unseren Reifentests, bei denen ja immer dasselbe Fahrzeug beim jeweiligen Bremstest zum Einsatz kommt. Mit dem Ergebnis, dass bei der Verzögerung manchmal etliche Meter Differenz zwischen dem besten Testpneu und dem Letzten des Feldes liegen.
Bei trockener Bahn sind die Anhaltewege dabei geringer als bei Nässe. Auf nassem Asphalt kann der Unterschied zwischen guten und schlechten Reifen beim Bremsen aus 100 km/h bis zum Stillstand durchaus auch mal 15 Meter betragen. Das klingt zunächst nicht schlimm, ist es aber: Denn da, wo das Auto mit dem Topreifen bereits steht, rutscht es auf schlechten Gummis noch mit rund 45 km/h vorbei. Oder prallt mit Wucht auf ein Hindernis.
Entscheidend ist auch die Reaktion: Doch auch der beste Reifen am Auto hilft nichts, wenn der Fahrer nicht mitmacht. Also: bei Gefahr das Bremspedal voll durchtreten!