Warum ist Aquaplaning so gefährlich?
Das tückische Aquaplaning tritt selbst bei neuen Reifen schon bei rund 80 km/h auf – und das meist urplötzlich.
Es geht hier um simple Physik: Regnet es extrem oder sammelt sich das Wasser in Pfützen auf der Fahrbahn, schiebt es sich wie ein Keil zwischen Reifen und Asphalt und bringt das Auto bei höheren Geschwindigkeiten meist völlig überraschend zum Aufschwimmen. Jetzt fährt man Wasserski, lenken oder bremsen ist nun schlicht unmöglich.
Doch ab welchem Tempo wird es wirklich gefährlich? In unseren Reifentests liegt die Aufschwimmgeschwindigkeit bei Wassertiefen von 6 Millimetern im Schnitt bei rund 80 km/h. Und das bei neuen Reifen mit voller Profiltiefe! Aber auch die Reifenbreite, der Luftdruck und die Radlast sowie der Reifenaufbau haben einen nicht unerheblichen Einfluss.
Fahrverhalten und Tipp: Dazu kommt natürlich die Fahrsituation, weshalb man auch zwischen Längs- und Queraquaplaning unterscheidet. Speziell der Gripverlust in Kurven ist zu Recht gefürchtet, weil ein Ausbrechen des Hecks nur schwer kontrolliert werden kann. Der Tipp: immer die besseren Reifen auf der Hinterachse montieren und bei Starkregen rechtzeitig den Fuß vom Gas.